Dienstag, 12. Januar 2016

Sonntag, 3. Januar 2016

Flamenco Looper

Flamenco Looper


Neben einem Metronom kann auch ein Looper ein gutes Hilfsmittel sein. Dabei handelt es sich um ein Gerät, mit dem man per Knopfdruck eine Audioaufnahme starten kann. Bei erneutem Knopfdruck wird diese Aufnahme in einer endlosschleife wiederholt. Man kann also zum Beispiel ein Lied, das ursprünglich für zwei oder mehr Gitarre geschrieben wurde spielen in dem man in einem ersten Stepp zum Beispiel die Begleitung aufnimmt und anschließend die Melodie drüber spielt. Wenn das Instrument, das aufgenommen werden soll eine Gitarre ist und man keine Hand frei hat, mit der man den Aufnahmeknopf betätigen könnte, bietet sich ein Gerät mit Trittschalter an. Das kann man dann wie viele andere Effekteinheiten auf den Fußboden legen und mit den Füßen bedienen. Bei vielen von diesen Loopern kann man auch overloopen, also man kann endlos viele Spuren übereinander aufnehmen und gemeinsam wiedergeben. Die Geräte unterscheiden sich unter anderem in der Zeit, die man zum Aufnehmen zur Verfügung hat. Die Grundausstattung sind hier meistens 40 Sekunden. Manchmal ist die Loop-Funktion ein zusätzliches Gimmick zu zum Beispiel einem portablen Lautsprecher und manchmal haben Looper auch weitere Funktionen wie zum Beispiel diverse Effekte oder einen Drumcomputer mit an Bord.

Samstag, 26. Dezember 2015

Flamenco Metronom
Der Compas ist beim Flamenco sehr wichtig. Ein gutes Hilfsmittel, um im Takt zu bleiben, ist ein Metronom. Das gibt es auch für Flamenco. Es gibt kleine Geräte, die die wichtigsten Rhythmen an Bord haben, Youtoube Videos und wie soll es anderes sein auch Handy Apps, die man prima zum Üben benutzen kann. Ich finde die App Flamenco Metronome Pro von CABA sehr vollständig. 
Diese kann man im Google-Store runterladen.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Flamenco Fusion

Flamenco geht um die Welt und da ist es nicht verwunderlich, wenn er sich mit der Musik vor Ort mischt. Schaut man genauer hin, meint man sogar etwas über den Ursprung des Flamencos zu lernen, wenn man sich die Mischung von Flamenco mit anderen Musikstilen anschaut. So ist es zum Beispiel bei der indischen Musik, was manche Musiker dazu bewegt hat, mit Programmen wie zum Beispiel Flamenco-Katak auf Tour zu gehen. In einem der Konzerte kann man sehen, wie eine indische Katak-Tänzerin und eine Flamencotänzerin nebeneinander zu der gleichen Musik tanzen und wenngleich die Katak Tänzerin barfuß tanzt, markiert sie genauso wie die Flamencotänzerin den Rhythmus mit den Füssen und auch die Armbewegungen sind ähnlich. Auch Instrumente aus eigentlich fremden Kulturen lassen sich adaptieren. Bereits “Camaron de la Isla” hat bei der Aufnahme des Liedes „La leyenda del tiempo” eine indische Sitar mit im Studio gehabt. Die Indische Tabla ist ein im Flamenco oft gesehenes Perkussionsinstrument und auch der Cajon, den einst Paco de Lucia in Lateinamerika entdeckt hatte, lässt sich nicht mehr so richtig aus dem Flamenco wegdenken. Überhaupt hat die lateinamerikanische Salsa Musik einen großen Einfluss auf die aktuelle Flamencopop Musik um sie mal so zu nennen. Die Gruppe „Ketama“ hat zweifelsohne schon sehr früh gezeigt, dass sich Flamencogitarre und Gesang durchaus mit Kongas und Trompeten kombinieren lassen, „El Cigalla“ nahm ein Album mit dem lateinamerikanischen Pianisten Pedro Valdes auf, Nina Pastori interpretiert Lieder von Juan Luis Guerra auf Ihre ganz eigene Flamencoart und „Pitingo“ geht mit einem Gospelchor auf Tournee. Unvergesslich ist auch das Album Friday Night in San Francisco für das Paco de Lucia sich einst in die USA begeben und mit Musikern aus der Jazz Welt gespielt hatte. Sein Stil war bis zu dem Zeitpunkt starr und es war gar nicht einfach, zum Beispiel mit Al Di Meola mitzuhalten, dessen Musik immer schon improvisiert gewesen war. Nachdem er das System der Improvisation verstanden hatte war sie ein fester Bestandteil seiner Musik geworden und wieder einmal hatte die Fusion beide Musikrichtungen bereichert.

Freitag, 18. Dezember 2015

Das Training

Wenn Sie bereits Flamenco tanzen, haben Sie sicher festgestellt, dass eine Menge Technik dazu gehört. Neben dem regelmäßigen Unterricht empfiehlt es sich in der Freizeit alleine oder in der Gruppe an Compas, Technik, Haltung, usw. zu arbeiten. Was gibt es da für Hilfsmittel? Eine große Herausforderung ist zum Beispiel immer: wie kann ich üben, ohne das Parket oder den Laminatboden zu ruinieren? In der Vergangenheit hat man einfach die Tür aus den Angeln genommen oder eine Schranktür abgeschraubt, diese auf den Boden gelegt und darauf Zapateados geübt. Weil der Klang darauf aber nicht optimal und auf die Dauer der Verschleiß einfach zu groß ist, hat das oft dazu geführt, dass man die Zapateados nur in der Tanzschule üben konnte. Das muss aber nicht so sein. Heutzutage gibt es Flamencotanzböden, die zum Üben geeignet sind und sogar für kleine Auftritte verwendet werden können. Ein guter Tanzboden ist aus stabilem mehrschichtigem Holz, das einiges aushält. Auf der Unterseite ist der Flamencotanzboden gedämmt und schützt somit die Gelenke und die Ohren der Nachbarn. Wenn sie auch die Kunst des Kastagenettenspiels lernen oder bereits beherrschen, gibt es übrigens auch dafür Schalldämpfer, die das Üben erleichtern können. Kommen wir zum Compas, der schließlich die Basis des Flamencos ist. Genauso wie in der klassischen Musik gibt es Metronome, also kleine Geräte die zuverlässig den Takt angeben. Es gibt sogar Flamenco-Apps, die man sich aufs Handy laden kann und immer dabei hat. Wenn man auf eigene Faust also ohne Flamencolehrerin oder Flamencolehrer in die Welt des Flamencotanzes einsteigen will, weil vielleicht kein geeignetes Studio in der Nähe ist, gibt es Lernvideos zum Beispiel auf DVD, die einem dabei behilflich sein können. 

Dienstag, 15. Dezember 2015

Flamenco

Am 18.11.2010 ist Flamenco zum immateriellem Weltkulturerbe ernannt worden. Längst hat er die Grenzen Spaniens überschritten und so ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Menschen etwas mit dem Begriff anfangen können. Die Assoziationen gehen von Temperament über Urlaub in Spanien bis hin zu einem Lebensgefühl, Freude und vieles mehr. Schaut man sich die Geschichte an, haben viele Kulturen dazu beigetragen, das aus dem Flamenco zu machen was er heute ist. Es gibt Puristen, die an der traditionellen Form festhalten und die meisten Neuerungen, die letzten Endes dazu geführt haben, Flamenco weltbekannt zu machen, für verrückt halten. Andere, die her gehen und den Flamenco mit anderen Musikstilen mischen, Parallelen erkennen, die vielleicht sogar Rückschlüsse auf einen gemeinsamen Ursprung zulassen wie zum Beispiel die indische Musik und man könnte sagen ganz neue Variationen entwickeln. Zum Beispiel hat der weltbekannter Gitarrist Paco de Lucia den Cajon als perfekte Ergänzung zum Flamenco in Lateinamerika  entdeckt und so integriert, dass er nicht mehr so richtig aus dem Flamenco wegzudenken ist. Flamenco ist auch eine Wissenschaft, die man an manchen Universitäten studieren kann oder Wissenschaftler, die sich intensiv mit dem Thema Flamenco auseinandergesetzt haben, in Vorträgen anhören. Ein Wissenschaftler hat zum Beispiel ein Institut zur Erhaltung und Verbreitung des Flamencos gegründet und hält selber Vorträge, in denen er die behandelten Palos mit dem Auditorium anstimmt. Ich finde eine gute Art, sich mit dem Thema Flamenco zu beschäftigen ist, nach Spanien zu reisen und seinen Flamenco zu finden. Jeder Ort hat seinen eigenen Reiz. Granada hat zum Beispiel den Albaicin, wo man in den Höhlen Flamenco-Shows anschauen kann und bei Carmen de Las Cuevas sogar Flamencounterricht in den Höhlen nehmen kann und zwar Gesang, Gitarre und/oder Tanz. Besonders am Albaicin ist auch, dass sich dort viele Flamenco-Profis und –Amateure tummeln, so dass man unter Umständen die eine oder andere spontane Flamenco-Session miterlebt. Für relativ kleines Geld gibt es eine tolle Flamenco Show bei gutem Essen im „Jardines de Zoraya zu erleben.  In Sevilla wäre neben unzähligen Tablaos und Schulen das Flamenco Museum, die Biennale und  die Feria de Sevilla zu erwähnen, wo es, wie der Name schon sagt, zwar weitestgehend um die Sevillanas geht, man sich aber zweifelsohne selber von der Farbenvielfalt des Flamencos überzeugen kann. In Jerez findet einmal im Jahr ein gewaltiges Flamencofestival statt, wo man alleine oder in der Gruppe Kurse bei namenhaften Künstlern belegen kann und es gibt tolle Konzerte. Last but not least Madrid mir der Flamencoschule Amor de Dios, die sich nach eigenen Angaben vor allen Dingen an die Schüler richtet, die einmal Profimusiker werden wollen oder es schon sind. Bei talentierten Künstlern stellt die Schule Kontakte her, die einem auf dem Weg zum Profimusiker weiterhelfen können. Camaron de La Isla, ein Weltberühmter Flamencosänger, hat mal gesagt, dass er nach Madrid gehen musste um ein Star zu werden. Ebenfalls nennenswert ist das Restaurant „Casa Patas“ in Madrid, in dem die meisten, die im Flamenco Rang und Namen haben, bereits aufgetreten sind. Zu Festivals wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass in Spanien Flamencobegeisterte aus aller Herrenländern dort anzutreffen sind und dass auch andersrum viele Länder eigene Festivals veranstalten. Neben Deutschland und Russland und vielen mehr ist auffällig, dass die Japaner große Fans des Flamencos sind. Ein Grund dafür könnte sein, dass die eher introvertierten Asiaten im Flamenco eine Möglichkeit sehen, ihre innersten Gefühle auszudrücken.  

Auch die Spanier sind oft in Japan zu Gast und veranstalten dort Konzerte oder Workshops. Generell genießt Flamenco in manchen Ländern mehr Ansehen als in Spanien. Renommierte Musiker wie zum Beispiel Manolo Sanlucar arbeiten daran, dass sich das ändert. Er ist der Meinung, dass Flamencogitarre wie jedes andere Instrument auch am Konservatorium unterrichtet werden sollte.  

Meistens geht es im Flamenco darum, Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Wenn man sich den traditionellen Flamenco anschaut oder hört, stößt man oftmals als erstes auf den Ausdruck von Trauer, Wut und Stolz. Die Freude und das Glück sind aber ebenfalls vertreten. Meistens wird eine Geschichte erzählt und da wie bereits erwähnt, manche Stücke aus unterschiedlichen Musikrichtungen zusammengewürfelt sind, erzählt zum Beispiel die „Habanera de Cadiz“ die Geschichte von jemandem, der sich in Havanna also Cuba so wie in Cadiz fühlt und umgekehrt, weil sich die Städte so ähnlich sind.

Grob gesagt, besteht der Flamenco aus Gesang, Tanz und Gitarrenmusik. Die Gitarre kam als letztes dazu und ist deswegen im traditionellen Flamenco ein Begleitinstrument. Wenn man sich das Ganze auf der Bühne vorstellt, gibt der Tänzer oder die Tänzerin den Takt an, danach richtet sich der Gesang und der Gitarrist begleitet beide. Dass Gitarristen eine Solo Rolle übernehmen und das es sogar Flamencokonzerte nur mit Flamencogitarre gibt, ist relativ neu.
Die Basis ist meistens der Rhythmus und die meisten Flamencorhythmen haben 12 Beats. Die Buleria ist einer davon und wird folgendermaßen betont:

 11 12     1 2 3      4 5 6   7 8     9 10

So ist es möglich, dass Musiker zusammen musizieren können, die sich bisher nicht kannten.

Ein sehr bekanntes Lied von Paco de Lucia ist „Entre dos Aguas“. Es ist entstanden, weil im Studio ein Stück für die Fertigstellung eines Albums gefehlt hatte und ist eine Improvisation auf einen Rumba Rhythmus. Es gehört zu den meisten Paco de Lucia Konzerten dazu aber es ist naheliegend, dass Paco es keine zweimal haargenau gleich gespielt hat. Er hat gesagt, dass es zum Spielen der Flamencogitarre unablässig ist, die Spieltechnik perfekt zu beherrschen, weil nur dann das was man fühlt, direkt über die Hände auf die Gitarre übertragen und zum Ausdruck gebracht werden kann.  

Der Flamencogesang ist mit keinem anderen mir bekannten Gesangstil  vergleichbar. Der Sänger drückt seine Gefühle über den Text genauso wie mit Mimik und Gestik aus.

Der Flamencotanz charakterisiert sich durch sehr viel Temperament. Wieder will der Musiker seine Gefühle zum Ausdruck bringen. Auch hier gibt es traditionelle Interpreten, aber auch moderne Stile wie zum Beispiel den von Israle Galvan, der aber auch den Rhythmus als Basis hat.       


Zusätzlich zu Gitarre, Gesang  und Tanz gibt es auf der Bühne häufig Palmeros, die den Rhythmus klatschen und es haben sich unterschiedliche Perkussionsinstrumente etabliert. Da gibt es wie bereits gesagt, den Cajon, Bongos und zum Beispiel die Udu Drum, die wie ein Tongefäß mit zwei Löchern aussieht. Im ersten Flamenco-Film von Carlos Saura taucht bereits so eine auf. Die Musikerin im Film spielt sie mit einem Strohbesen, man kann sie aber auch mit der Hand spielen. Neulich habe ich im Internet eine gesehen, die an einer Seite ein Trommelleder hatte und daher auch wie eine Trommel gespielt werden kann. Dann gibt es noch Kastagnetten, die manchmal von der Tänzerin oder vom Tänzer beim Tanzen, aber extra und von besonders virtuosen Spielern sogar ausschließlich und quasi als Solist gespielt werden. Bei den Kastagnetten hat sich das Modell aus Fibra stark verbreitet, es gibt sie aber auch aus Holz. Es gibt ganz unterschiedliche Größen für große und kleinere Hände und auch welche die lauter oder leiser klingen. Wie Sie sehen ist Flamenco sehr umfangreich und kann aus meiner Sicht sehr individuell interpretiert werden. Nach und nach werde ich das eine oder andere Thema noch ausführlicher beschreiben und freue mich, wenn ich Ihre Neugier mit diesem Text ein Bisschen wecken konnte.

Montag, 14. Dezember 2015

Der Flamencorock

Der Flamencorock

Welcher Flamencorock eignet sich am Besten? Die Zeit, in der es nur schwarzrote Tellerflamencoröcke gab, ist längst vorbei. Je nachdem, ob man einen engen figurbetonten Rock braucht oder sehr viel Weite, gibt es eine schier unendliche Anzahl verschiedener Formen. Der Bahnenflamencorock ist zum Beispiel deutlich figurbetonter als der Tellerrock und man kann die Flamencostoffe anders miteinander kombinieren. Ebenfalls hat sich das Material weiterendwickelt. Vom klassischen Polyesterstoff „Punto“ über „Crespon“ mit einer raueren Oberfläche, Lycra, der aus der Sportwelt mittlerweile zum Flamenco gefunden hat bis hin zur Spitze sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Beim Stichwort Volants hat sich herausgestellt, dass sowohl ein einzelner Volant als auch viele kleine  Volants und sogar unterschiedliche Materialien in Kombination möglich sind. Der Flamenco Alltag schafft immer neue Herausforderungen, die wir mit viel Kreativität lösen.Es versteht sich von selbst, dass die Anforderungen an Flamencokleidung fürs Training, bei der es vor allen Dingen um Bequemlichkeit geht, ganz andere sind als für die Bühne, wo allein schon das Auge des flamerncobegeisterten Publikums eine der Darbietung endsprechendes Flamencooutfit erwartet. Denn was man nicht unterschätzen darf, ist dass das Publikum von heute unter Umständen schon gut gekleidete Flamencokünstler im Fernsehen, beim letzten Urlaub oder gar auf einem Festival gesehen hat und daher eine endsprechende Erwartungshaltung hat.